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Elbsandsteingebirge

Die Motorrad-Reviere im Elbsandsteingebirge

Jede Ecke fährt sich anders – hier steht, welche wie.

Das Elbsandsteingebirge — die Sächsische Schweiz und ihre böhmische Fortsetzung — ist eine Landschaft aus bizarren Sandsteintürmen, Tafelbergen und tiefen Schluchten, mittendurch die Elbe. Fürs Motorrad ist es ein Revier zum Staunen und Schauen, mit Fährverbindungen als Streckenelement und der offenen Grenze nach Böhmen. Was die einzelnen Ecken ausmacht, steht hier.

Die Tafelberge – Bastei, Königstein, Lilienstein

Sandstein-Tafelberge am Horizont über abgeernteten Feldern
Die Sandstein-Tafelberge prägen den Horizont

Die Wahrzeichen ragen aus dem Wald. Die Bastei mit ihrer Felsbrücke über der Elbe ist das bekannteste Motiv Sachsens, die Festung Königstein thront gewaltig auf ihrem Tafelberg über dem Fluss, der Lilienstein gegenüber ist das Symbol des Nationalparks. Dazu der Pfaffenstein, ein 435 Meter hoher, von Höhlen durchzogener Tafelberg. Die Straßen führen zwischen diesen Felsklötzen hindurch — man fährt langsam, weil es überall etwas zu sehen gibt.

Die Elbe & ihre Fähren – von Ufer zu Ufer

Motorräder am Straßenrand, dahinter ein bewaldetes Sandstein-Plateau
Rast unterhalb der Felsplateaus

Die Elbe teilt das Gebirge, und es gibt keine durchgehende Straße auf einer Seite — man wechselt das Ufer. Bei Pirna und an mehreren Stellen weiter flussaufwärts setzen Fähren über, und diese Übergänge sind Teil jeder Runde durchs Elbsandsteingebirge. Die Uferstraßen entlang des Flusses mit Blick auf die Sandsteinsilhouetten gehören zu den schönsten Abschnitten.

Kirnitzschtal & Schrammsteine – die wilde Ecke

Weite Wiesenlandschaft mit einzelnem Motorrad auf der Straße
Weite Wiesen zwischen den Felsgebieten

Das Kirnitzschtal mit seiner historischen Straßenbahn führt tief in die Felsenwelt hinein, die Schrammsteine sind eine zerklüftete Felskette, die zu den eindrucksvollsten Formationen zählt. Diese Ecke ist das Herz des Nationalparks — eng, schattig, dramatisch. Hier fährt man nicht schnell, sondern nimmt sich Zeit für die Landschaft.

Böhmische Schweiz – die andere Hälfte

Die Felstürme der Bastei ragen aus dem Nebel über dem Elbtal
Die Felstürme der Bastei über dem Elbtal

Jenseits der Grenze setzt sich das Gebirge als Böhmische Schweiz fort, und viele der schönsten Ziele liegen dort: das Prebischtor bei Hřensko, das größte natürliche Felsentor Europas, und die Klammen der Kamnitz. Die Grenze quert man ohne Kontrolle; Papiere und grüne Versicherungskarte gehören trotzdem ins Gepäck. Erst mit der böhmischen Seite ist das Elbsandsteingebirge komplett.

Anschluss – Zittauer Gebirge und Erzgebirge

Das Elbsandsteingebirge liegt zwischen zwei weiteren Revieren: Nach Osten schließt das Zittauer Gebirge an, nach Westen über Dresden das Erzgebirge. Wer mehr als eine Tagesrunde plant, verbindet die sächsischen Gebirge zu einer grenzüberschreitenden Runde durch Sachsen, Böhmen und die Oberlausitz.

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